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Solidarität mit Akubo Chukwudi (30.11.2004)






Die Bielefelder ›Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen‹ ruft zur Unterstützung von Akubuo Anusonwu Chukwudi auf. Der Menschenrechtsaktivist aus Nigeria floh 1993 nach Deutschland. In seiner Heimat war er auf Grund seines politischen Engagements von Folter und Ermordung bedroht, daran hat sich bis heute nichts geändert.

In der Bundesrepublik wurde im die Anerkennung als politischer Flüchtling aber verweigert, seit 1993 lebt er in ständiger Ungewissheit. Er bekommt immer nur für wenige Monate eine Duldung. So ist Chukwudi seit 11 Jahren verpflichtet, in Sammelunterkünften zu leben. Er darf den Landkreis Parchim in Mecklemburg-Vorpommern nicht verlassen, lebt in einer ehemaligen Militärbaracke mitten im Wald. Er darf keiner Lohnarbeit nachgehen.

Einige kleine Verbesserungen sind nicht zuletzt Chukwudis Engagement zurück-zuführen, denn er hat auch in Deutschland weiterhin kontinuierlich für die Durchsetzung der Menschenrechte gekämpft und sich besonders für die Rechte von Flüchtlingen eingesetzt. Bereits mehrfach hat die deutsche Regierung versucht, ihn abzuschieben, jeweils kurz nachdem er an größeren politischen Aktionen beteiligt war. Obwohl er bereits dreimal in Abschiebehaft saß, konnte die Abschiebung jedes Mal durch politischen Druck verhindert werden,.

Nachdem Akubuo A. Chukwudi im Sommer 2004 aktiv an der ›Anti-Lager-action-Tour‹ beteiligt war, bekam er nun eine weitere Abschiebeandrohung. Deshalb fordert die Karawane ein sofortiges und dauerhaftes Aufenthaltsredht für Chukwudi.


Weitere Informationen unter: www.thecaravan.org
Protestfaxe an den Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Dr. Timm, FAX-Nummer: 0385-5882978 und an den Leiter der Ausländerbehörde Parchim, Hern Lorenz, Fax-Nummer: 03871- 722664