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Freie Scholle ausgezeichnet (Teil 2)



Das Nachbarschaftszentrum steht allen Quartiersbewohnern offen. Durch die Bereitstellung von umfassenden Hilfsangeboten und den Ausbau der medizinischen und gewerblichen Infrastruktur steigert es die Wohnsicherheit insbesondere für alte Menschen nachhaltig. Der Neubau von barrierefreien Wohnungen für alle Altersgruppen verbesserte die Wohnungsstruktur im Stadtteil.


Hilfe zur Selbsthilfe

Im Rahmen einer offenen Altenarbeit und nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe eröff-net das Zentrum den älteren und Pflege bedürftigen Bewohnern die Möglichkeiten zu einer eigenständigen Lebensführung. Um die Abhängigkeit von organisierter Hilfe so gering wie möglich zu halten, war von Beginn an die Ausweitung der quartiersbezogenen ambulanten pflegerischen und hauswirtschaftlichen Hilfen das übergeordnete Ziel des Projektes. Darüber hinaus bietet das Aktivitätenzentrum Freizeit- und Bildungsangebote für alle Altersgruppen. Die Akteure arbeiten in ihren Bereichen eigenverantwortlich, während die Aktivitäten und Angebote innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Meinolfstraße aufeinander abgestimmt werden.

Alle Aktivitäten und Angebote sind an den Wünschen und Bedürfnissen der Quartiersbe-wohner ausgerichtet und damit laufenden Veränderungen und Anpassungen unterworfen. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise eine kostenlose Buchausleihe eingerichtet. Die Anregung hierzu kam aus dem Siedlungsrat der Freien Scholle, in dem die Genossenschaftsmitglieder unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung ihres Siedlungsgebietes nehmen können. Auch andere Anforderungen der Bewohner an das Nachbarschaftszentrum werden hier gesammelt und an die Kooperationspartner der Arbeitsgemeinschaft weitergegeben.


Gute Resonanz

Die Resonanz auf die Angebote innerhalb des Quartiers ist sehr gut: Das Aktivitätenzentrum der AWO verzeichnet monatlich rund 3.000 Kundenkontakte in den Bereichen Cafeteria, offene Altenarbeit, Fort- und Weiterbildung, Vermietung an Quartiersbewohner. Die Fußpflege wird monatlich circa von 130 Kunden, der Mobile Soziale Dienst von 150 Kunden genutzt. Der ambulante Pflegedienst des Evangelischen Gemeindedienstes verzeichnet im Pflegebereich rund 1.300 Kundenkontakte im Quartier. Die Mitglieder- und Altenberatung der Freien Scholle hat zusammengenommen circa 200 Kundenkontakte, zusätzlich werden im Informationsbereich monatlich rund 500 persönliche und telefonische Nachfragen bearbeitet.

Die Kooperation in der Arbeitsgemeinschaft hat sich seit ihrem Beginn vor nunmehr zwölf Jahren bewährt. Insbesondere die offene Organisationsstruktur sichert allen Partnern die notwendige Eigenständigkeit und bietet gleichzeitig ein hohes Maß an Flexibilität. Auf diese Weise ist das Nachbarschaftszentrum jederzeit in der Lage, seine Angebote so zu aktualisieren, dass die Wohn- und Lebensqualität im Quartier dem Konzept des Lebensgerechten Wohnens entsprechend nachhaltig verbessert wird.


Info: Siehe auch <a href="http://www.freie-scholle.de">http://www.freie-scholle.de

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