Webwecker Bielefeld: messungb68

Kritik an Abbau von Feinstaub-Messstation (11.01.2006)



»In Bielefeld hat man die Standorte für die Mess-Stationen wohl so gewählt, dass bei den Messungen niedrige Belastungen herauskommen, um der gesetzlichen Verpflichtung zur Aufstellung von Aktionsplänen für verkehrsbeschränkende Maßnahmen nicht nachkommen zu müssen«, kommentiert Martin Schmelz für die BürgerInneninitiative ›Sichere Detmolder Straße‹ den Abbau der Station zur Messung der Luftschadstoffe an der B68.

Laut Aussagen von Fachleuten, welche Modellrechnungen für die Schadstoffbelastung vornehmen, kommt es wesentlich auf den Standort an, ob die gemessenen Werte mit solchen Modellrechnungen übereinstimmen. »Wollte man die wirkliche Luftschadstoffbelastung für die Anlieger an der B68 messtechnisch erfassen, müsste man an mehreren Standorten, über mehrere Jahre und vor allem in Straßenabschnitten mit engen Häuserschluchten messen«, sagt Schmelz. Diese Vorraussetzungen würden weder für den Standort der Messstellen an der B68 noch an der Stapenhorststrasse zutreffen.

Es sei naiv, aus den bisherigen Messergebnissen den Anwohnern der B68 beweisen zu wollen, dass die Luftschadstoffbelastung an der durch starken PKW- und Schwerlastverkehr befahrenden B68 und im Ravensberger Park in Bielefeld fast gleich hoch sind. »Aber eine solche Schlussfolgerung aus den Messergebnissen haben die Verantwortlichen für die Aussetzung der Aktionsplanung für Bielefeld zumindest vorerst gezogen«, sagt Schmelz. Die Sorgen der Anlieger würden so nicht ernst genommen.